Diese Woche öffnet der Finanznarr-Blog das erste Mal seine Pforten für einen Gastartikel. Jens vom Finanzblog geldsystem-verstehen.de beschreibt dir 7 Gründe, warum du dein Geld in Aktien anlegen solltest. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.


Tatsache ist, dass gerade einmal knapp 11% der Deutschen in Aktien oder Aktienfonds (2016) investiert sind. Was machen die restlichen 89% mit ihrem Geld und wieso sollten diese lieber an der Börse tätig werden? Es gibt eine Reihe an guten Gründen, warum Du Dein Geld an der Börse und in Aktien anlegen solltest!

Nr. 1: Gemeinsames Interesse – die Wertschöpfung

Investieren bedeutet immer, dass Du jemand anderem Dein Geld gibst. Dein Kalkül? Du möchtest, dass sich dieses Geld vermehrt.

Grundsätzlich hast Du die Möglichkeit dem Staat, anderen Privatpersonen oder bestimmten Unternehmen Dein Geld „anzuvertrauen“. Natürlich kannst Du es auch zur Bank bringen, doch das wird Dich nicht bei Deinem Vorhaben weiterbringen.

Wenn Du Dein Geld dem Staat gibst – so zeigen es die Erfahrungswerte – dann bekommst Du Dein Geld mit großer Sicherheit wieder zurück und Du erhältst darüber hinaus auch einen kleinen Obolus (Zins) dazu. Der Staat nutzt dieses Geld, um seine Schulden zu bedienen und seine Ausgaben zu decken.

Gibst Du Dein Geld einer anderen Privatperson, dann versucht diese entweder seine Schulden zu bewerkstelligen oder in Form eines Start-ups ein erfolgreiches Unternehmen aufzuziehen. Beide Varianten bergen ein erhöhtes Risiko. Dies kann zum Beispiel aus fehlenden Kontrollmechanismen, auf die Konzentration auf ein bis wenige Individuen und ihr limitiertes Wissen entstehen. Für das erhöhte Risiko (bis zum Totalverlust), welches Du dann trägst, bekommst Du gewöhnlich einen finanziellen Ausgleich. Gleichzeitig besteht oft ein erhöhtes Renditepotential, wenn das Start-up „durchstartet“.

Kaufst Du für Dein Geld Unternehmensanteile (Aktien) von bekannten Unternehmen, dann spielen mehrere Komponenten zusammen. Auf der einen Seite besteht eine gewisse Sicherheit, da diese Unternehmen bereits nachweisbar international erfolgreich sind und das Verlustrisiko wird reduziert. Auf der anderen Seite ist das ureigene Unternehmensziel, erfolgreich zu wirtschaften. Am Ende des Tages sind es eben die Unternehmen, die die Wirtschaft und Wertschöpfung vorantreiben.

Einige dieser Unternehmen schütten sogar seit über 100 Jahren eine Dividende aus und andere haben über 60 Jahre lang jedes einzelne Jahr ihre Dividende erhöht – allen Krisen und Crashs zum Trotz! Das gewährleistet (auch wenn dies natürlich keine Garantie ist) eine gewisse Sicherheit und Professionalität, die einen ruhig schlafen lässt.

Weitere Informationen zu diesen Unternehmen und den Grundlagen des erfolgreichen Investierens in Aktien findest Du in dem Bestseller „Einmal Dividende bitte“ * von Jens Helbig.

Nr. 2: Investitionen in Aktien sind liquide

Im Vergleich zu anderen Anlageklassen sind Investitionen an der Börse in der Regel höchst liquide. Das bedeutet, dass Du in einem Notfall Deine Investition schnell wieder in Bares „eintauschen“ kannst. Natürlich gibt es auch Nebenwerte, die nicht so stark nachgefragt werden, doch für die bekannten Indices und Einzelaktien wirst Du immer kurzfristig einen Käufer finden – spätestens wenn der Preis für den Käufer niedrig genug ist.

Gleichzeitig birgt die schnelle Liquidierbarkeit natürlich auch ein gewisses Risiko, welches mit der Verantwortung einhergeht, eben nicht alles Hals über Kopf zu verkaufen, wenn die Kurse mal ein bisschen schwanken.

Trotzdem ist mir die Freiheit tausend Mal lieber, selbst die Entscheidung treffen zu können. Außerdem kann es immer mal sein, dass man selbst plötzlich dringend Geld braucht. Wenn Du Dein komplettes Vermögen etwa in Betongold oder anderen physischen Sachwerten investiert hast, kann es Monate dauern, bis Du A) einen Käufer gefunden hast und Dich B) mit ihm auf einen akzeptablen Preis geeinigt hast. Dann bringt Dir kurzfristig das größte Vermögen nichts.

Nr. 3: Langfristig unschlagbar

Im Vergleich mit anderen gängigen Anlageformen, wie zum Beispiel Anleihen, Rohstoffen und einzelnen Währungen, kann man langfristig mit Aktien die mit Abstand höchste Rendite erzielen. Trotzdem können die Kurse kurzfristig extrem Schwanken und nicht alle Aktiengesellschaften sind automatisch erfolgreich. Bei bekannten Indices hat man allerdings eine gewisse Sicherheit.

Der DAX mit seinen Vorläufern kommt innerhalb der letzten 50 Jahre auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 7%. Wer in diesem Zeitraum im Index DAX investiert war und seine Papiere zumindest 13 Jahre lang gehalten hat, der konnte keine Verluste machen!

Im Vergleich dazu versprechen sichere Staatsanleihen zurzeit nur wenige Prozentpunkte Rendite und sein Geld auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto zu parken gleicht finanziellem Suizid: Schon alleine die Geldentwertung, sprich Inflation, ist höher als die mickrigen Guthabenzinsen.

Nr. 4: Zinseszins für sich nutzen

Du kannst bei einer Geldanlage in Aktien von dem Zinseszinseffekt profitieren. Dafür musst Du lediglich potentielle Dividendenausschüttungen wieder reinvestieren. Dadurch, dass Dein Sockelbetrag jedes Jahr größer wird, ergibt sich eine weitaus höhere absolute Rendite, als dies der Fall wäre, wenn Du die Dividende nicht wieder reinvestierst.

Gehen wir von den angesprochenen 7% Rendite pro Jahr aus. Dann ließe sich bei einer regelmäßigen Entnahme der Rendite (falls das Unternehmen seine kompletten Gewinne ausschütten würde) nach dem 15. Jahr eine Verdoppelung der Anlagesumme erzielen (siehe Grafik).

Zinseszinseffekt

Lassen wir jedoch den Zinseszinseffekt komplett für uns arbeiten, erhalten wir auch auf unsere Gewinne die siebenprozentige Rendite. In dem Fall kämen wir schon nach dem 11. Jahr auf eine Verdoppelung unserer Anlagesumme.

Je mehr Jahre vergehen, desto stärker kommt der Zinseszinseffekt zur Geltung.

Nr. 5: Steuervorteil nutzen

Besonders attraktiv ist eine Investition an der Börse, da man seinen steuerlichen Freibetrag auf Kapitalerträge in Höhe von € 801,- pro Person geltend machen kann. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Du bei einer Dividendenausschüttung von durchschnittlich 3% mit einem Vermögen von €26.700 investiert sein kannst und auf die Ausschüttungen keine Steuern zahlst.
Wenn Du das mit Deinem Arbeitseinkommen vergleichst, für das Dein Arbeitgeber und Du noch Sozialabgaben und Beiträge für die Krankenkasse leisten müssen, dann klingen „keine Steuern“ doch ganz gut. 😉

Da der Freibetrag nur einmal pro Jahr angerechnet werden kann, macht es durchaus Sinn, zumindest bis zu dieser Grenze, ausschüttende Aktienfonds oder Dividendenaktien zu halten.

Nr. 6: Passives Einkommen im Rentenalter

Dass die gesetzliche Rente als Altersvorsorge nicht ausreicht ist ein offenes Geheimnis. Umso wichtiger ist es, dass Du so früh wie möglich damit anfängst, vorzusorgen.
Das soll natürlich nicht bedeuten, dass Du Dein Leben erst im Ruhestand genießen darfst. Dennoch stellen Investitionen in Dividendenaktien oder ausschüttende ETFs einen wichtigen Baustein in Deiner Altersvorsorge dar.

Mit ihnen kannst Du Dir einen passiven Einkommensfluss aufbauen, der Dir regelmäßige Geldeingänge quasi garantiert. Eine willkommene finanzielle Unterstützung! Schaffst Du es während Deines Arbeitslebens beispielsweise €100.000,- in Dividendenaktien zu investieren, kannst Du bei einer Dividendenquote von 3% mit Ausschüttungen in Höhe von €3.000,- jährlich rechnen – oder €250,- pro Monat (allerdings vor der Kapitalertragssteuer!).

Nr. 7: Es ist einfach und kann automatisiert werden

Wichtig ist, dass Du überhaupt erst anfängst zu investieren! Denn je früher Du beginnst, desto eher kannst Du auch von potentiellen Kurssteigerungen und dem Zinseszins profitieren. Auf lange Sicht steigen die Aktienmärkte. Bereits ab €25,- pro Monat kann man vollautomatisch in einen ETF-Sparplan investieren.

Aus einer anfänglichen Investition von €10.000,- und monatlichem Sparplan von €100,- könntest Du bei einer durchgehenden jährlichen Rendite von 7% ganze €212.513,- machen. Wenn diese dann wiederum eine Dividende von 3% auszahlen, dann könntest Du monatlich mit zusätzlichen €531,- rechnen. Das ganze allerdings vor Kosten und vor Steuern!

Weitere Informationen zum passiven Vermögensaufbau mit ETFs findest Du in dem Bestseller „Die Faulbär-Strategie zur Million“ * von Christopher Klein.

Dieses sehr vereinfachte Rechenbeispiel soll Dir als Motivation dienen, endlich mit dem privaten Vermögensaufbau mithilfe von Aktien zu beginnen oder diesen weiter auszubauen.

Auf Deinem Weg in die finanzielle Freiheit wünsche ich Dir viel Erfolg!
Dein Jens von geldsystem-verstehen.de

Über den Gastautor

Bestsellerautoren Jens Helbig und Christopher Klein betreiben den Finanzblog geldsystem-verstehen.de. Darin zeigen sie Lesern, wie sie selbst, mithilfe passiver Einkommensquellen, finanzielle Freiheit erreicht haben. Ihre Devise: Man muss erst das Hamsterrad des Geld- und Wirtschaftssystems verstehen, um anschließend ausbrechen zu können.